Gemeinsam für ein gesundes leben.

Gemüse und Obst von der Sonnenseite des Leithabergs


Wir lieben, was wir tun. Von der Aubergine bis zum Zucchini produzieren wir Gemüse mit viel Handarbeit im Freiland zum Teil ganzjährig. Unsere Produkte werden ganzjährig in der Region verkauft - Wochenmarkt, Zustellung, Gesundes Kistl, Gastronomie und Einzelhandel.

 

Euer Johannes Neuberger


Wochenmarkt in Eisenstadt: Freitags von 6.30 bis 12.00 Uhr (FuZo, Hauptplatz)

 

Bei Schönwetter kann jeder am Markt stehen und verkaufen.

Wir sind das ganze Jahr am Markt anzutreffen - auch über den Winter.

Für unsere Kunden und die es noch werden wollen.

 

"Order an Carry" das Service für die Zukunft am Wochenmarkt:

 

Der Kunde packt seine vorbereitete Bestellung auf einem eigenen Tisch in Ruhe ein.

Rechnungsbetrag ist beigelegt.

Barzahlung oder Überweisung sind möglich

keine Wartezeit

Ich benötige bloß die Bestellliste bis Donnerstag abend per mail oder sms.

 

Neukunden für das Kistl bitte über das Bestellformular anmelden.

 

Abhof-Verkauf nur nach Vorbestellung und Voranmeldung!

 


Aus aktuellem Anlass:

 

KW 4

 

Es geht noch mehr. Letzte Woche habe ich mir einen zweiten gebrauchten Lieferwagen zugelegt. Eigentlich nichts besonderes. Er soll entlasten und die Zustellungen beschleunigen. Auch das Herrichten der Lieferungen soll durch ihn vereinfacht und optimiert werden. Mal sehen ob mein Plan so aufgeht, wie ich es mir vorstelle und mein finanzieller Rahmen nicht gesprengt wird.

Ansonsten ist es jetzt aufgrund der Witterung vor allem draußen ruhig. Zeit endlich auch drinnen nach dem rechten zu sehen und die Baustellen abarbeiten und da hat sich seit dem Herbst einiges aufgestaut… Und was jetzt ganz wichtig ist: Der Anbau- und Pflanzplan für die kommenden Monate


" Ich mag Pflanzen. Um zu Überleben können sie schnell ihre Strategie ändern -

wie Politiker."


 

KW 1

 

Willkommen im Jahr 2022! Hätten wir uns vor zehn Jahren vorstellen können, dort zu sein, wo wir es heute sind?

 

Was ist das nun? Morgens um 6.00 Uhr 15 Grad? Wenn es nicht soviel in den letzten Tagen geregnet hätte, wäre ich versucht das erste Gemüse heuer anzubauen. Aber Achtung, Geduld ist noch gefragt. Es ist grad mal Neujahr.

 

Ich hoffe, dass die Obstbäume nicht zum Austreiben beginnen, wenn es noch ein paar Tage so warm bleibt. Und Bäume das ist das Stichwort für heute: Es kann mit dem Baumschnitt begonnen werden, je nachdem wieviel man bereits im (Spät-)sommer getan hat. Gar nichts? Dann bitte warten bis Ende Feber Anfang März, sonst ist möglicherweise all die Mühe, die man sich jetzt antut dahin. Warum? Wenn das Laub der Bäume noch grün ist, beginnt nach der Ernte der Baum mit dem Einlagern der Nährstoffe für den Winter. Dieser Wintervorrat dient einerseits zum Übertauchen der kalten Jahreszeit, andrerseits zum Austrieb für das kommende Frühjahr. Je mehr Laub zur Verfügung steht umso mehr kommt aufs Lager, solange bis die Blätter ausgesaugt und sich dadurch verfärben. Selbstverständlich holen die Bäume mit Hilfe der Wurzeln auch direkt aus dem Boden ihre Vitamine. Schneidet man nun zu früh vor dem Austrieb Äste weg, liegen zu viele Nährstoffe auf Lager und der Baum weiß nichts anderes mit dem Überschuss zutun, als neue Äste zu bilden und dadurch Holz zu produzieren. Und das wollen wir ja nicht, wir wollen Obst.

 

Deswegen ist es sinnvoller, über das ganze Jahr (ausgenommen während der Blütezeit) etwas mehr und dann mal weniger als die gesamte Arbeit nur für den Winter zu lassen.

 

Und wie man nun zu welcher Zeit richtig schneidet? Man kann Bücher füllen. Ich werde versuchen, meine Baumarbeiten zeitgerecht einfließen zu lassen. Fragen jederzeit gerne willkommen.


" Ich liebe Krisen, weil ich dann Entscheidungen treffen muss.

Jeden Ballast und Unnötiges muss ich plötzlich liegen lassen."


 KW 52

 

Und merkst du schon wie die Tage länger werden die Wintersonnenwende ist schon einige Tage vorüber. In der Früh ist es schon mal gleich früher hell und die Dämmerung hat sich nach hinten verschoben.  Ich merke es nichts. Und trotzdem die Tage unbemerkbar länger werden, kommt jetzt meistens die kälteste Zeit. Aber macht nix, denn eines ist fix nach dem Winter kommt das Frühjahr und das ist so sicher wie der Tag nach der Nacht anbricht. In diesem Sinne einen guten Rutsch ins Neue Jahr.


KW 51

Ich wünsche Dir und Deiner Familie

besinnliche Weihnachtsfeiertage und vor allem

Gesundheit für das Jahr 2022

 

Wochenmarkt am Donnerstag 23.12. und Donnerstag 30.12.

 

Dienstag, 21.12. und 28.12. bleiben unverändert

 

Mittwoch, 22. und 29.12. vorverlegte Zustellungen statt Donnerstag

 

Donnerstag, 23. und 30.12 vorverlegte Zustellungen statt Freitag

 

Freitag, 24.12. und 31.12. vorverlegte Zustellungen statt Samstag

 

KW 1 wieder in gewohnter Weise


" Ich bin für jeden Morgen dankbar,

denn so kann ich besser werden als am Tag zuvor"


KW 50

 

 

Das „gesunde Kistl“ hat einen großen evolutionären Sprung gemacht. Mittlerweile arbeiten im Vertrieb nicht nur der allseits bekannte italienische Koch Fabio sondern Freitagnachmittag der Schüler Sebastian und Samstags die junge Mama Melissa. Ich heiße sie auch auf diesem Weg willkommen. Für die vier Stunden dienstags wird sich ja wohl auch noch eine helfende Hand finden…

 

Und damit sollten sämtliche Lieferverzögerungen der Vergangenheit angehören.

 

 

 

Als ich vor einigen Wochen über den Dammanbau berichtet habe, sind viele Anfragen gekommen bzw. Bitten gestellt worden, ich sollte mehr aus meinem Nähkästchen berichten. Dem werde ich gerne nachkommen, sobald es nichts Organisatorisches zu schreiben gibt, da ich nicht endlos lange Newsletter verschicken möchte. Ich werde versuchen mit den  Berichten der Pflanzzeit und Vegetationsperiode zu entsprechen, um Hobbygärtnern und die es vielleicht werden wollen ein paar Tricks und Tipps zu geben.

 


KW 49

 

Das Ende des Jahres naht sich mit Riesenschritten – hoffentlich ist alles erledigt, was wir alle im heurigen Jahr geplant haben. Natürlich wurden uns einige Striche durch die Rechnung gemacht, was soll´s? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und das Neue Jahr bringt nicht nur neue Pläne sondern bietet uns auch die Möglichkeit Liegengelassenes nachzuholen.

 

Bevor es soweit ist, stehen einige Feiertage, an denen auch mein Betrieb ruht, an (ausgenommen sind da natürlich meine Damen im Stall - denen hab ich es noch nicht beibringen können, auch wenn ich es ihnen gern mal vergönnen würde).

Aus diesem Grund gibt es einige Änderungen bei den Zustelltagen und an den Markttagen:

 

Wochenmarkt am Donnerstag 23.12. und Donnerstag 30.12.

 

Dienstag, 21.12. und 28.12. bleiben unverändert

 

Mittwoch, 22. und 29.12. vorverlegte Zustellungen statt Donnerstag

 

Donnerstag, 23. und 30.12 vorverlegte Zustellungen statt Freitag

 

Freitag, 24.12. und 31.12. vorverlegte Zustellungen statt Samstag

 

KW 1 wieder in gewohnter Weise

 

Sollte jemand das Kistl über die Feiertage nicht benötigen bitte persönlich, per mail oder SMS unter 0676/ 5700 518 melden.

 


KW 48

Eh, klar: Der Wintereinbruch musste natürlich und selbstverständlich an einem Freitagvormittag, unserem Markttag kommen! Ich muss gestehen, so kalt und gruselig habe ich 0° C nicht in Erinnerung, obwohl ich warm angezogen war und nur die oberste Schicht nass wurde. Wir sind es halt nicht mehr gewöhnt – vor allem den Regen. Mein großes DANKE gilt meinen Kunden, die trotz der widrigen Umstände einkaufen gekommen sind.

 

Und vor der ersten Frostnacht ist es bei uns draußen auch noch einmal ordentlich zugegangen: Die letzten Ernten von Paprika, Melanzani, Zucchini und Gurken. Ende November hat es das in dieser Form noch nicht gegeben. Jetzt gibt es vom Fruchtgemüse noch das, was am Lager liegt.

 

Auch die beiden Kürbissorten – „Langer von Nizza“ und der Ofenkürbis „Crown Prince“, die einen Frost brauchen, um reif und lagerfähig zu werden, sind unter Dach und schmecken sensationell.

 


"" Wenn ich vor dem Sterben keine Angst habe

warum soll ich mich vor der Arbeit fürchten?"


KW 47

Ich bin sauer, warum?

 

Weil dieser Lockdown schlicht vermeidbar gewesen wäre, mit ein bisschen mehr Disziplin und Solidarität – ohne diesem permanenten egoistischen Ich-Ich-Ich-Gejammere.

 

Wie bereits die Male davor:

 

 

 

Wir arbeiten weiter.

 

Wir stellen zu.

 

Wir sind da.

 

Der Wochenmarkt findet statt. Fabio und ich stehen wieder auf unserem „Stammplatz“ vor Optik Hengge, neben dem Stadtrestaurant.

Abholungen Abhof sind weiterhin nach Vorbestellung in bereits praktizierter Weise möglich.

Selbstverständlich stellen weiterhin in gewohnter Weise zu. Damit das auch in Zukunft weiterhin „reibungslos“ funktioniert, sucht das „Gesunde Kistl“ Verstärkung:

 

Arbeitszeit: Dienstag 4 Stunden tagsüber (freie Zeiteinteilung)

                      Samstag 10:00 bis 14:00

                      ganzjährig

 

Aufgaben: Kistln herrichten

                    Bestellungen vorbereiten

                    Anfallende kleine Tätigkeiten in und um die Vorbereitungsräume

 

Bevorzugt Schüler/in und Studierende.

Bezahlung erfolgt laut KV Landwirtschaft.

Es gelten die österreichischen Arbeits- und Sozialversicherungsbestimmungen.

 


 

KW 45

Wieso meine Karotten so groß und gerade werden?

 

Wir sind bei der Hauptsorte angelangt und sie sind derzeit wirkliche Prachtstücke. Grundsätzlich hat das zwei Gründe:

 

  1. Stallmist wirkt.
  2. Dammanbau macht Sinn.

 

Im Stallmist unserer Hühner sind alle essentiellen Nährstoffe vorhanden, die Pflanzen in ihrer Wachstumsphase brauchen. Mindestens zweimal im Jahr wird der Mist – ich würde sagen der Gratisdünger – ausgebracht entweder bereits im Herbst oder im zeitigen Frühjahr und ab einer gewissen Bodentemperatur beginnen Bakterien mit der Freisetzung der Mineralstoffe und die Pflanze kann je nach Bedarf zu sich nehmen, was sie gerade eben braucht. Ist von etwas zu wenig vorhanden, gibt es Mangelerscheinungen in Form von Missbildungen (Zweifüssigkeit, Hohlwüchse, Verfärbungen…). Zuviel Stickstoff ist auch nicht gut, da dadurch die Lagerfähigkeit stark begrenzt wird.  

 

Seit einigen Jahren baue ich viele Gemüsesorten am Damm an. Das heißt die Jungpflanzen oder Samen kommen auf einen erhöhten Erdhügel, der vorher mit einem entsprechenden Gerät gezogen wird. Der Vorteil ist, dass die Erde im Damm schön locker ist und die Pflanze gute zwanzig Zentimeter Platz hat, bevor sie überhaupt an die „normale“ Erdkruste stoßen. Und die bleibt im Normalfall auch weich, da sämtliche Maschinen und auch wir Menschen zwischen den Reihen arbeiten. Das Dammsystem erleichtert auch die Arbeiten um die Feldhygiene und ist bei der Bewässerung hilfreich.

 

Ein weiterer Grund liegt daran, dass sämtliche Wurzelgemüsesorten nachtaktiv sind, das heißt sie mögen nicht die langen, heißen Tage des Sommers, sondern beginnen eigentlich erst ab der zweiten Augusthälfte richtig zu wachsen.

 

Ein weiteres Kriterium ist natürlich die Sortenauswahl und die Saatgutqualität, je gerader und glatter die Oberfläche des Wurzelgemüses umso besser gefällt ihr der Standort. Da hab ich selber sehr viel probieren müssen und Lehrgeld bezahlt.

 


 KW 44

Wir sind wieder da…

 

gesund und munter und vielleicht mit ein paar Kilos mehr dank der hervorragenden Küche Fabios Schwestern. Übergangslos und schonungslos hat Fabio und mich der österreichische Alltag wieder im Griff. Deshalb diese Woche auch erst so verspätet meine Nachricht.

 

Aber kurz zurück zur vergangenen Woche: Wir konnten eine überdurchschnittliche Ernte erzielen und der Ölgehalt der Oliven war der beste seit ich mit dabei bin. Die Qualität? Überzeugt euch selbst! Das frische Öl – intensiv und voll im Geschmack ist ab nächster Woche im Verkauf. Wem der Abgang zu scharf ist oder das frische Öl zum Kochen zu schade ist – es gibt noch Öl aus dem Vorjahr. Der Vorteil des Olivenöls ist ja die fast unbegrenzte Haltbarkeit.

 

Jedenfalls freue ich mich euch alle Wiederzusehen, egal ob am Markt oder bei den Zustellungen.

 


KW 42

Es ist wieder soweit – einige wissen schon bescheid, den anderen möchte ich mitteilen, dass die Oliven reif sind und ich mich mit Fabio nach Italien in die Abruzzen nach Celensa del Trigno absetze.

 

Das heißt, in der Zeit vom 24.Oktober bis 1. November finden keine Zustellungen statt, am Wochenmarkt werden wir auch nicht sein und Abholungen Abhof werden auch nicht möglich sein.

 

Diese Woche besteht somit die letzte Möglichkeit, Paradeiser, Fisolen und Zwetschken zu bekommen.

 

Ich freu mich auf den Tapetenwechsel und eine erholsame Woche und melde mich mit Eindrücken aus dem Süden.

 


 

KW 40

 

Das gesunde Kistl sucht Verstärkung:

 

Du bist auf der Suche nach einem Zuverdienst oder möchtest dein Taschengeld etwas aufbessern?

 

Du kannst selbständig arbeiten, hast Ausdauer, möchtest ein bisschen Berufswelt schnuppern und kennst dich mit der Vielfalt der heimischen Gemüsevielfalt aus?

 

Dann bist du vielleicht bei mir einem dynamisch wachsenden landwirtschaftlichen Betrieb mit Direktvermarktung richtig!

 

Konkret:

 

Arbeitszeit:   Samstag 9:00 bis 14:00

 

                     ganzjährig

 

 

 

Aufgaben:   Kistln herrichten

 

                   Bestellungen vorbereiten

 

                   Anfallende kleine Tätigkeiten in und um die Vorbereitungsräume

 

 

 

Bevorzugt Schüler/in und Studierende.

 

Bezahlung erfolgt laut KV Landwirtschaft.

 

Es gelten die österreichischen Arbeits- und Sozialversicherungsbestimmungen.

 


 

KW 39

Wir haben die Chance wiedermal auf einen schönen Herbst mit all den Veränderungen, die dazu gehören: Dem langsamen Verfärben der Blätter, wenn die Bäume, Sträucher Weinstöcke die gesammelten Nährstoffe den Blättern zum Einlagern in den Wurzeln entziehen. Wir können sie gar nicht zählen die unendlich vielen Gelb- und Rottöne, die uns die Natur zu dieser Jahreszeit präsentiert. Noch sind laue Abende möglich, als ob uns die Natur sagen möchte: „Ja Menschen, ihr dürft noch mit Freunden abends im Garten, auf der Terrasse sitzen und das Blinzeln der Sterne beobachten.“  Den Insekten und auch größeren Tieren zuschauen, wie sie sich tummeln eine Ritze einen größeren Stein zu finden, um ein sicheres Winterquartier zurechtzulegen. Nahrung suchen und um ihr Nest zusammentragen, um sicher durch den Winter zu kommen oder für das Frühjahr einlagern, damit sie gleich eine „Quelle“ nach ihrem Winterschlaf haben. Wir Menschen haben das nicht mehr nötig, der Handel sorgt dafür, dass wir ganzes Jahr mit allem, was wir uns erdenken können ganzjährig versorgt sind. Naja, alle möchte ich hier nicht über denselben Kamm scheren, viele kochen ein, machen Obst und Gemüse auf unterschiedlichste Weise  haltbar, damit sie in den kalten Wintermonaten auch noch das die Kraft der Sonne des vergangenen Sommers genießen können.

 

Auch bei mir wird es ruhiger, aber an Winterruhe oder gar – schlaf möchte ich nicht denken. Im Unterschied zu den „Palettenbauern“ bleibt bei mir vieles am Feld draußen, und wird erst geerntet, wann es benötigt wird oder kommt vor den ersten Minusgraden ins Lager. Das ist ein großes Unterscheidungsmerkmal zwischen einem Direktvermarkter und dem vorhin erwähnten Palettenbauern. Der Palettenbauer hat einen Vertrag mit einem Konzern oder ist Mitglied einer Vermarktungsgenossenschaft und beliefert ihn mit der vereinbarten Menge an vereinbarten Produkten zu einem hoffentlich vereinbarten Preis und das palettenweise mit LKW. Er räumt seine ganze Ernte, sein ganzes Feld oder Folientunnel auf einmal ab und muss sich dann um nichts mehr kümmern. Hat er bis Ende Oktober, Mitte November alles leergeerntet, kann er sich in Winterruhe begeben und warten bis er im Frühjahr seinen Folientunnel wieder und seine Felder bestücken kann. Ihm ist wichtig, dass er möglichst viel aus seinem Boden oder Bäumen holt, die Ware handelsüblich aussieht möglichst frei von Fehlern, Narben und Krankheiten. Dazu ist ihm selbstverständlich jedes Mittel recht – solange er sich an seinen Verträgen und Vereinbarungen hält. Wichtig ist, dass er zu Höchstmengen kommt. Bei Erdäpfeln bedeutet das 40 bis 45 Tonnen pro Hektar. Erreicht wird das durch Düngen, Bewässern und 10 bis 12 x Pflanzenschutz in der Vegetationszeit. Bei mir gibt es von derselben Sorte in durchschnittlichen Jahren zwischen 12 und 15 Tonnen am Hektar. Dafür entscheide aber ich über Einsatz wachstumsfördernder Mittel, Pflanzenschutz, Erntezeitpunkt und auch über den Preis. Da ich selbst einlagere, muss ich weitgehend auf wachstumsfördernde Mittel verzichten, weil mir sonst die Ware frühzeitig verfaulen und sich auch im Geschmack widerspiegeln würden.

 


"" Was kümmert´s die Eiche,

wenn sich ein Wildschwein an ihrem

Stamm kratzt?"


KW 38

Diese Woche findet nach langer, langer Zeit wieder der Jahreszeitenmarkt am Oberberg in Eisenstadt statt:

Mittwoch, 22.9. von 15.00 bis 19.00 Uhr

Hinkommen, schauen, schmökern, einkaufen und geniessen!


 

KW 37

Über den Hausaufgaben sitzen und draußen ist so schönes Wetter…

 

Der Sommer hält noch tagsüber an auch wenn es morgens sehr frisch ist. Das Problem das mich betrifft ist die Dürre. Es bedeutet, dass sämtliche Jungpflanzen, die noch kein besonderes Wurzelsystem ausgebildet haben, weiterhin gegossen werden müssen. Der große Vorteil von diesem (Spät-)sommer ist jedoch, dass die Paradeiser weiterreifen, die Paprikablüten sich noch entfalten und auch die Zucchinis und Gurken recht ordentlich wachsen können. Apropos Paradeiser: Ich werde am Markt öfters gefragt, warum bei mir die Paradeiser denn um soviel teurer sind als anderswo. Da gibt es eine ganz klare Antwort darauf: „Weil sie Freilandparadeiser sind und ich kalkulieren muss.“

 

Freiland bedeutet nämlich ein viel höheres Risiko, eine viel niedrige Ertragserwartung und ein unberechenbares Saisonende. Ich möchte kurz auf Ertrag und Saison eingehen. Im Gegensatz zum geschützten Anbau, das sind Folientunnel und Glashäuser kann man Fruchtgemüse im Freiland frühestens in der zweiten Maihälfte aussetzen. Paradeiser im Glashaus werden bereits nach den Weihnachtsfeiertagen im Jänner gepflanzt und bleiben bis Weihnachten im Ertrag. Das ist nur möglich, weil im Glashaus von der Temperatur- bis zur Nährstoffzufuhr alles automatisiert ist und die Pflanzen auch keinen natürlichen Boden sehen. Dabei können pro Pflanze leicht über 120 kg geerntet werden. Und ich bin schon mal froh, wenn ich an die 10 Kilo pro Saison herankomme. Eine ökonomischere Form mit weniger Risiko wäre natürlich ein Folientunnel. Ich hätte eine verlängerte Saison und höheren und über die Jahre hinweg einen stabileren Ertrag. Nur: Ich mag nicht unter Plastik produzieren.  

Das gleiche gilt selbstverständlich für andere Fruchtgemüsesorten wie Gurken, Zucchini, Paprika und Melanzani.

Solange meine Kunden die Preise akzeptieren und ich von meiner Arbeit leben kann, wird es so bleiben wie es ist…

 


 

"" Den Blick über das Gesamte zu bewahren,

das ist die Kunst.

Mir wurde viel in die Wiege gelegt,

dafür bin ich dankbar!"


KW 36

Nachdem diese Woche die meisten mit dem Schulbeginn beschäftigt sind, möchte ich nur einen guten und stressfreien Start in die neue Woche und den Eltern viel Geduld in den nächsten Tagen wünschen.

Den Erstklasslern „Alles Gute und Freude in ihrem neuen Lebensabschnitt!“


""Ich konzentriere mich auf das Wesentliche,

jeglicher Schnörksel ist

Ressourcenverschwendung!"


 KW 35

 

Weil sich manche wundern, warum der Nachbar andere Produkte in seinem Kistl hat, möchte ich kurz die Rotation bzw. Variationen erklären:

Grundbausteine des Kistls, die sich regelmäßig abwechseln sind - wie ja alle bereits mitbekommen haben- Erdäpfel und Zwiebel einerseits und das Wurzelgemüse andrerseits, dazu gibt es immer Salat und Obst, soweit vorhanden. Diese Variation bezeichne ich intern als Kistl1 bzw. Kistl2.

Zudem gesellen sich fünf Variationen mit saisonalem Gemüse. Fünf deshalb, weil ich auf einmal nicht so eine große Anzahl an einer Gemüsesorte zur Verfügung habe, wie ich für Kistl und Markt bräuchte und damit ich allen eine möglichst große Abwechslung bieten kann. So kann ich auch gewährleisten, dass manche nicht so beliebte Gemüsesorten maximal nur einmal im Monat vor eurer Tür stehen.

 

Wenn jemand Paradeiser oder Paprika zum Einkochen braucht, bitte einfach melden. Die Zeit ist jetzt günstig. Der Preis ist bei größeren Mengen selbstverständlich reduziert.

 

Am Betrieb sind die gröberen Arbeiten, was das Gemüse betrifft, erledigt, so auch die Hauptzwiebelernte. Sie liegen seit letzter Woche zum Trocknen am Dachboden, werden anschließend der Größe nach sortiert und für das Lagern in Kisten gepackt.

Wenn sich jemand wundert, warum noch kein Hokkaido- oder Butternusskürbis bei mir auf der Liste steht, in den Geschäften und Straßenrändern schon zum Verkauf angeboten wird, dem darf ich ein kleines Geheimnis verraten: Ich lasse sie reifen für besseren Geschmack und bessere Lagerfähigkeit und dann hab ich im nächsten Jahr immer noch welche, wenn andere sie schon längst vergessen haben.


KW 33

Einatmen – Durchatmen – Durchlüften!  Einfach herrlich so eine Abkühlung!

 


KW 32

Huihuihui, vergangene Woche sind wir ganz schön ins Schleudern gekommen. Einmal regnet es ordentlich zum falschen Zeitpunkt und schon ist die Planung komplett durcheinander. So wie diesen Donnerstagvormittag, wo wie eigentlich für den Markt und die Lieferungen für das gesamte Wochenende ernten und vorbereiten. Am Nachmittag erhalten ja die ersten bereits ihr Kistl. Und Verzögerungen aufzuholen ohne viel Puffer sind kaum möglich auch wenn 3 Paar Hände mehr mithelfen. Ich möchte mich da für die eine oder andere Unannehmlichkeit, die entstanden ist, entschuldigen, gleichzeitig aber nicht versprechen, dass mal so etwas nicht wieder vorkommt.

Doch jetzt zu dieser Woche: Der Wochenmarkt findet die nächsten Male unten bei der Rossschwemme statt. Mich findest du gegenüber dem Eingang zum Kulturzentrum, gleich in der Nähe vom Parkplatz Julius Raabstraße. Der Grund für die Verlegung sind die beginnenden Vorbereitungen zu den Genusstagen in der Fußgängerzone.

 


 

KW 31

Bisher habe ich mich stets bemüht gesellschaftspolitische Themen aus meinem Newsletter rauszuhalten. Dieses eine Mal muss ich leider eine Ausnahme machen und ich mach es sehr kurz:

 

Es geht um das Thema Coronaimpfung und die leidige Diskussion der Impflicht bzw. -verweigerung.

 

Weil ich die Impfung als richtig und wichtig erachte, schenke ich jedem geimpften Haushalt nach Vorweisen einer Impfbestätigung ein „Gesundes Kisterl“. Marktkunden erhalten einen 10-€-Gutschein. Ich glaube nicht, dass aufgrund meiner Aktion jemand sich zum Impfen überzeugen lässt, aber die es sind oder in Bälde werden, dürfen auch einmal belohnt werden.

 


KW 30

Nach einer turbulenten Woche sollten für mich wieder ruhigere überschaubarerer Zeiten kommen – ich hoffe es zumindest. Die Arbeit konzentriert sich mehr und mehr auf das Ernten. Angebaut und gesät wird jetzt gerade für den Herbst und Winter, hier möchten wir ja auch ausreichend Abwechslung haben.

 

Nach den zum Teil ergiebigen Regenfällen beginnt die Schwammerlsaison. Wie ich zu den Pilzen und Schwammerln komme und warum ich sie in Verkehr bringen darf? Ich darf gesetzlich Wildpilze verkaufen, wenn sie auf meinen oder meiner engsten Familienangehörigen Grundstücke wachsen. Und da habe ich ein besonderes Glück. Allein um meinen Betrieb kann ich in guten Schwammerljahren über 20 verschiedene essbare Sorten zählen. Die meisten davon natürlich in kleiner Anzahl und die sind natürlich für mich oder ich lasse sie stehen um sie vermehren zu lassen. Und meine andere Bezugsquelle ist mein Bruder, der am Wechsel auf knapp 800 Meter wohnt. Von ihm gibt es hauptsächlich Eierschwammerl. Bei Interesse bitte melden. Es kann natürlich sein, dass sie nicht sofort verfügbar sind.

 


KW 28

Die tennisballgroßen Hagelkörner von heute Vormittag hätte ich nicht unbedingt in meiner Sammlung gebraucht. Der ersten Durchsicht nach ist bis auf wenige Blätterschäden nichts zu merken. Offensichtlich ist genug Wasser mitgekommen, das die Wucht der Einschläge minimierte – nochmal Glück gehabt.                                                                                                       Ansonsten brauchen wir noch Wasser - viel Wasser. Schließlich möchte ich nach der Getreideernte mit den Pflanzungen für den Herbst und Winter beginnen, und Jungpflanzen müssen sich richtig gut einwurzeln um die Sonneneinstrahlung auszuhalten.

Und weil Melanzani neu auf meiner Liste sind, wieder mal eine kleine Pflanzenkunde:

Die Melanzani oder auch Eierfrucht ist eine subtropische Pflanze, das heißt sie liebt heißes Wetter, braucht natürlich immer wieder etwas Wasser um nicht auszutrocknen. Und damit das nicht zwischendurch passiert, hat sie einen perfekten Sonnenschutz, nämlich ihre dicken Blätter mit vielen Härchen drauf. Auch kann ihr Stiel außen richtig verholzen sodass eine feste Rinde entsteht. So kann die Pflanze die Verdunstung während des Nährstofftransports von den Wurzeln bis zu den Früchten klein halten.  Übrigens die Stacheln hat die Melanzani als Schutz vor hungrigen Tieren entwickelt. Bei mir im Freiland dauert es immer lange bis sie richtig viele Früchte tragen, zuerst ein zwei und dann reichlich, den Grund dafür hab ich ihr noch nicht entlocken können. Heuer habe ich das Glück gehabt, dass mein Jungpflanzengärtner, Versuchssamen bekommen hat um zu probieren, welche Sorten sich bei mir wohl fühlen. Ich bin schon selber gespannt: Da gibt es die uns bekannten schwarz – violetten, dann gibt es weiße, die aussehen wie Eier, deswegen auch der Name Eierfrucht. Jetzt hab ich schon gestreifte, die nennen sich Graffity. Gespannt bin ich auf die gelben, die kleinen nicht größer als Cocktailtomaten und die dünnen langen und die richtig kugelförmigen. Und sollten mir heuer wieder zu viele übrig bleiben, dann gibt es für den Winter Melanzanicreme oder getrocknete Stücke in Olivenöl im Glas. Ich lass mich überraschen.


"Das Fundament meines Betriebes sind Rückschläge, Lehrgeld und Entbehrungen

gepaart mit Geduld, Risikobereitschaft und Ausdauer."


KW 27

Wie ich manchen bereits erzählt habe, habe ich letzte Woche meine „Hochleistungsphase“ beendet. Es bleiben viele Erinnerungen und einiges konnte ich auch für die Zukunft mitnehmen.

 

Aufgrund der trockenen Witterung konnten wir leider nicht alle geplanten Arbeiten erledigen und wie es aussieht gehen wir ohne Niederschläge in die nächste Hitzewelle.

 

Wir bereiten uns zur Zeit auf die Getreideernte vor, damit es über das kommende Jahr ausreichend Futter und Stroh für meine „Mädls“ im Stall gibt.

 

Paprika, Melanzani und Paradeiser lassen noch etwas auf sich warten – der Wachstums- und Reifefortschritt lassen Gutes versprechen. Freu mich schon. Bitte bei den Fisolenbestellungen im eigenen Interesse die Farbe angeben.

 


KW 26

 

Für Marktbesucher:

Wir bieten am Wochenmarkt Zuckererbsenschoten an!

 


KW 25

 

Jetzt ist er da – mit voller Kraft, der Sommer!

Niemand, der vor einigen Wochen noch gejammert hat, es wäre zu kalt, soll sich jetzt beschweren.

Es tun sich gleich mal paar Fragen auf die ich vorgreifen möchte:

Frühkraut und Sommer? Bevor ich geteert und gefedert werde, zwei Rezepttipps mit dem genialen Frühkraut:

Paradeiserkraut: Alle die Paradeisersauce noch vom letzten Jahr über haben, erhalten jetzt die Chance, die Reste aufzubrauchen. Schmeckt übrigens in kaltem Zustand auch gut…

Frozen Kraut: Essigwasser mit Kümmel, Salz und etwas Zucker in einem Topf aufkochen. Währenddessen das Kraut klein schneiden, in eine Schüssel geben und reichlich einsalzen. Das Salz macht das Kraut weich und entzieht ihm das Wasser. Wenn das Essigwasser kocht einfach über das Kraut schütten und umrühren. Abkühlen lassen und rein mit der Schüssel in den Kühlschrank – fertig. Passt perfekt für die heißen Tage und ist auch über einige Tage haltbar. Kalt mit Olivenöl und/ oder Sojasauce servieren. Die Sojasauce macht ihn umami.

Eier und Sommer?

Grundsätzlich kein Problem, sonst wäre ja die Vogelwelt schon ausgestorben… Bei uns kommen die Eier vom warmen Stall in den kühlen Keller und werden nicht künstlich noch mehr oder schnell runtergekühlt. Somit befinden sie sich nie in einer echten Kühlkette. Das bedeutet zweierlei: Erstens muss nicht darauf geachtet werden, dass die Kühlkette eingehalten werden muss und zweitens altern sie viel langsamer. Wenn ich sie euch bringe oder sie vom Markt mitgenommen werden, ist es ratsam sie zu Hause zuerst auf Raumtemperatur abzukühlen und erst dann in den Kühlschrank zu stellen. Kommen sie gleich in den Kühlschrank, kondensieren sie innen, die Luftkammer wird schneller größer und somit das Ei schneller alt. Übrigens wurde diesbezüglich vor kurzem das Lebensmittelgesetz für Direktvermarkter auch wieder dahingehend rückgeändert.

 

Allen auch auf diesem Weg schönen Sommer!

 


 

"Ich kann das Wetter nicht beeinflussen, also nutze ich es.

Ich kann nicht gegen die Natur kämpfen, also arbeite ich mit ihr!"

 


 

KW 24

 

Hui! Damit hab ich nicht gerechnet, dass heuer die Urlaubssaison bereits Anfang Juni startet. Sei jedem gegönnt, der sich nicht nur nach Urlaub sehnt, sondern auch gleich loslegt. Wenn wir dabei sind: Sollte es jemanden bis nach Japan verschlagen, bitte mir eine Portion „Kombu getrocknet“ mitbringen.

 

Dieser Seetang soll ja richtig „umami“ sein, also die 5. Geschmackrichtung – nicht süß, nicht salzig, nicht sauer und auch nicht bitter  - also ein bisschen von jedem oder doch ganz anders? Da ich demnächst sicher nicht nach Japan komme,  um ihn zu probieren, dem Handelsweg nicht so ganz traue, weil ja doch alles irgendwie für den Handel behandelt wird und außerdem ich mich an die Muttermilch, die auch sehr umami sein soll, nicht mehr erinnere, bleibt mir nur die Fantasie, in der ich mir eben eine fünfte Geschmacksrichtung vorzustellen versuche.

 

Naja, so ganz schlimm ist es nicht. Schließlich gibt es einige heimische Nahrungsmittel die die Inhaltsstoffe, die umami ausmachen, nämlich Glutamin- und Asparaginsäure, die wiederum Bausteine vieler Proteine sind, beinhalten. Alles klar? Um umami zu erleben, müssen wir uns auf die Suche nach unverarbeiteten Lebensmittel machen, die Eiweiße pflanzlichen oder tiersichen Ursprungs enthalten, konkreter: Fleisch, Fisch, Milch, Gemüse und eben Algen. Und da gibt es eine ganz konkrete Liste wieviel Glutamin welches Produkt enthält. Hier ein kleiner Auszug:

 

  • Erdäpfel 0,18%
  • Tomaten 0,25%
  • Tomaten getrocknet: 0,6%
  • Brokkoli 0,12%
  • Erbsen 0,10 %
  • Walnuss 0,6%

Und in tierischen Proteinen :

 

  • Getrockneter Schinken: 0,3%
  • Sardinen: 0,28%
  • Parmesan: 1% - 2,7%
  • Gruyére: 1%
  • Camembert: 0,4%

Also, für alle daheim Gebliebenen: Auf zur „Umami- Schatzsuche“!

 


 

KW 23

Jetzt ist der Sommer endlich da!  Der Boden kann sich erwärmen und wir konnten letzte Woche die Kürbisse, Melanzani und Paradeiser setzen – Freude! Und die Paprikapflanzen dürfen diese Woche hinaus ins Freie – Freude! Auch eine Herde Junghendl hat ein neues zuhause bekommen – mittlerweilen fühlen sie sich sichtlich wohl – Freude. Und es reift am Feld und auf den Bäumen:

 

Diese Woche gibt es bereits Brokkoli, Snackgurkerl, violetten Kohlrabi, orangenen Karfiol und die ersten Kirschen beginnen sich auch zu färben – Freude, Freude!

 

Für die Fans von unserem Pusztasalat: Ab Donnerstag ist die neue Charge wieder im Verkauf, natürlich nur solange der Vorrat reicht!

 

Unser großes Olivenölfass in Celenza sul Trigno, in den Abruzzen ist leer. Die letzten Kanister Olivenöl sind diese Woche bei uns angekommen, aber keine Angst, es ist genügend vorhanden. Vielleicht reicht es sogar bis zur nächsten Ernte…

 

Und damit mach ich für heute auch Schluss, weil ihr könnt es ja erraten, draußen vor der Tür, da wartet  - nicht jemand, sondern die Arbeit

 

Alles Gute und viel Freude für diese Woche

 


"Ich brauche keine Besserwisser, Bremser und Zweifler um mich.

Ich möchte Optimisten, mit denen ich lachen kann"


KW 22

Ehrlich gesagt, mir gefällt der schwedische Sommer. In der Früh und am Abend könnte es aber schon ein bisschen wärmer sein, dann könnten wir die Paradeiser- und Kürbispflanzen am Feld aussetzen. Schließlich haben wir Anfang Juni und die Frühtemperaturen sind einstellig. Den Kürbissen und Gurken gefällt es auch nicht so wirklich bis auf die Snackgurken. Bei ihnen tummeln sich bereits die Bienen um den Nektar der Blüten aufzunehmen. Diese Fruchtgemüsesorten sind eben andere Temperaturen gewohnt und lassen uns auf ihre Früchte warten und uns unsere Geduld auf die Probe stellen. Dafür kommt anderes Gemüse nicht ins Schwitzen und entwickelt sich wunderschön: Brokkoli, Erdäpfel, Zwiebel, Fisolen, … Die heurigen Erbsen haben ja einige schon im Kisterl und am Markt kennengelernt. Auch der Knoblauch entwickelt sich prächtig, sodass wir diese Woche mit Knoblauch grün im Verkauf beginnen. Das ist jener, der bereits Zehen ausgebildet hat, der Stiel aber noch voll im Saft ist.

 

Und wie es mir geht? Ich bin seit einer Woche in einer Hochleistungsphase, schließlich ist jahreszeitgemäß viel zu tun und aufgrund des vielen Niederschlags hat sich auch einige Arbeit am Feld aufgestaut. Hochleistungsphase heißt intensive Arbeit, wenig Schlaf, Konzentration auf das Wesentliche, kein Hobby, kein Vergnügen, sondern Fokus auf die Arbeit am Feld und im Verkauf. Geplant habe ich, dass ich diese Phase bis um die sogenannten Siebenschläfertage durchziehe und so auch meine Grenzen kennenlerne. Keine Angst ich mache es mit einer professionellen Betreuung, um danach wieder entspannter durch das Leben zu gehen… Wenn jemand näheres dazu wissen möchte, einfach fragen.   

 


 

KW 21

 

„Kisterl ist da!“ Diese Worte kennt wohl jeder, der mir die Tür über die Gegensprechanlage aufmacht. Ich bin mir sicher, dass es auch von anderen Familienmitgliedern gerufen wird: von den Kindern, wenn sie die Haustür aufmachen, vom Partner, wenn er von er Arbeit nach Hause kommt. Oder es geht dir selber durch den Kopf, bevor du dich zum Kisterl niederbeugst. Aufheben, reintragen, auspacken, schauen vielleicht auch mal rätseln, sich über was Neues freuen oder „Schon wieder!“- denken und dann verstauen. Vielleicht zuerst mal in eine Ecke, weil es wichtigeres zu tun gibt, vergessen tut man das Kisterl ja nicht. Es bleibt im Blickfeld, weil es da ist. Weil es mittlerweile dazugehört.

 

Natürlich bedarf es anfangs einer Umstellung, eines Umdenkens, eines Umplanens. Man muss es nur zulassen, weil schlecht und böse ist es ja nicht – ich bring meinen Kunden ja doch nur Gutes, okay, manchmal ein bissi verspätet. Und nicht umsonst sag ich den neuen Kunden, probiert es mal, aber es braucht schon dreimal bis man, weiß ob es einem zusagt oder eben nicht. Und wenn es nicht passt, dann hat man es eben probiert und kann mitreden.

 

Also, auf zur neuen Lebensphilosophie: Vegan? – Bio? – Nein, Kisterl ist da!

 


""Reden wir nicht darüber -

Machen wir es!"


 

KW 20

 

Es ist endlich soweit. Die Gastronomie darf wieder öffnen. Wie sehr ich mich vor einigen Wochen noch darüber gefreut habe, endlich wieder auswärts essen gehen zu können und nicht immer das selber Gekochte zu essen. Jetzt aber wo der Tag X immer näherkommt, bekomme ich gemischte Gefühle. Ich habe mich an mein Essen gewöhnt und meine eigene Geschmacksrichtung kreiert. Bei jeder Zubereitung wusste ich, woher die Zutaten stammten, wie es vorher aussah, wie es roch, wie es sich anfühlte und was ich damit machte, damit es ein Essen wird.

 

Wird es mir im Lokal überhaupt noch schmecken? Ich zweifle nicht an der Kenntnis der Köche, sie werden ja ihr Handwerk in den vergangenen sechs Monaten nicht verlernt haben. Ich mute mir auch nicht zu, dass ich besser kochen würde, schließlich habe ich diesen Beruf ja auch nicht gelernt. Was mich aber mulmig stimmt, ist die Tatsache was da eigentlich auf den Teller kommt. Wenn der Gastronom an der falschen Seite jetzt auch noch den Sparstift ansetzt oder ansetzen muss. Convenience- Produkte, TK-Ware oder Billigstfleisch vom Gastro-Großhandel, Geschmacksverstärker…

 

Auf der anderen Seite sehe ich für viele die Chance für einen küchentechnischen Neubeginn. Sich neu auszulegen und neu zu orientieren.

 

Ich nehme mir jedenfalls vor darauf zu achten und auch zu schauen, wie das Angebot mit dem Preis vertretbar ist. Große Portion zu kleinem Preis kann es wohl nicht sein, wo doch alles im Moment sichtlich teurer wird. Und wo es mir nicht passt, gehe ich nicht mehr hin.

 

Wir dürfen gespannt sein…

 


KW 19

Eigentlich wollte ich diesmal über ein anderes Thema schreiben, doch sind einige Fragen aufgetaucht und es hat sich bei uns auch so manches getan, deshalb folgende Zeilen:

 

Das grüne Ungetüm, das sich in manchen Kisterln befunden und in andere diese bzw nächste Woche kommen wird, ist nichts Exotisches. Es ist schlicht ein frisch geernteter Chinakohl. Ich habe es heuer zum ersten Mal nach vier oder fünf Versuchen geschafft, ihn im Frühjahr fertig zu haben. Im Gemüsebau ist es scheinbar wichtig sich in Geduld und Ausdauer zu üben – vielleicht hatte ich heuer Glück oder ich hab die „Nuss“ geknackt – mal sehen.

Und nein, es ist nicht peinlich mal nachzufragen, was etwas ist, wenn man es nicht kennt. Selbst Fabio, der ja Koch ist, hat den frisch geernteten Chinakohl anfangs nicht erkannt und sich gewundert, dass er so aussieht.

Das andere lange für manche vielleicht nicht vertraute im Bund ist ein junger Knoblauch. Noch ist die Knolle ein einziger Kopf. Die Zehen, wie wir sie vom fertigen Knoblauch kennen, beginnen sich erst zu entwickeln. Wir belassen den jungen Knoblauch so als ganzen, weil nicht nur der weiße Teil verwendbar ist, sondern auch das gesamte grüne Blattwerk. Dieses kann als Würze roh oder mitgekocht, - gegart, -geschmorrt und -gegrillt werden. Nur ein bisschen aufpassen bei der Dosierung, es ist aromatisch.

Wir haben ab jetzt auch drei neue Produkte in Gläsern: Brokkolicreme, Balsamicozwiebel und Gemüsebrühe. Details dazu gibt es auf meiner Homepage, die sich auch mehr und mehr füllt.

Und zum Schluss eine Bitte noch:

Da ja das Verreisen zumindest in Österreich wieder erlaubt sein wird, werden sicherlich einige Kisterlkunden eine Zustellpause einlegen. Wenn es mal so weit ist, einfach nur das Datum der nächsten erwünschten Zustellung bekannt geben. Das ist für uns dann viel leichter und verständlicher in der Kommunikation.

Der kommende Donnerstag ist zwar ein Feiertag, wir werden jedoch in gewohnter Weise zustellen, schließlich müssen wir ja auch für den Markt am Freitag herrichten. Übrigens die einzigen drei Tage an denen nicht regulär zugestellt wird, sind der 1.Jänner, der 25. und 26. Dezember.


"Niemand behauptet, dass das was und wie ich es mache gesund ist,

aber solange es mir Spass macht und Freude bereitet, bekommt jeder seine Bestellung"


KW 18