Gemeinsam für ein gesundes leben.

Gemüse und Obst von der Sonnenseite des Leithabergs


Wir lieben, was wir tun. Von der Aubergine bis zum Zucchini produzieren wir Gemüse mit viel Handarbeit im Freiland zum Teil ganzjährig. Unsere Produkte werden ganzjährig in der Region verkauft - Wochenmarkt, Zustellung, Gesundes Kisterl, Gastronomie und Einzelhandel.

 

Euer Johannes Neuberger


Wochenmarkt in Eisenstadt: Freitags von 6.30 bis 12.00 Uhr (FuZo, Hauptplatz)

"Order an Carry" das Service für die Zukunft am Wochenmarkt:

 

Der Kunde packt seine vorbereitete Bestellung auf einem eigenen Tisch in Ruhe ein.

Rechnungsbetrag ist beigelegt.

Barzahlung oder Überweisung sind möglich

keine Wartezeit

Ich benötige bloß die Bestellliste bis Donnerstag abend per mail oder sms.

 

Neukunden für das Kisterl bitte über das Bestellformular anmelden.

 

Abhof-Verkauf nur nach Vorbestellung und Voranmeldung!

 


Aus aktuellem Anlass:


 

KW 40

 

Das gesunde Kistl sucht Verstärkung:

 

Du bist auf der Suche nach einem Zuverdienst oder möchtest dein Taschengeld etwas aufbessern?

 

Du kannst selbständig arbeiten, hast Ausdauer, möchtest ein bisschen Berufswelt schnuppern und kennst dich mit der Vielfalt der heimischen Gemüsevielfalt aus?

 

Dann bist du vielleicht bei mir einem dynamisch wachsenden landwirtschaftlichen Betrieb mit Direktvermarktung richtig!

 

Konkret:

 

Arbeitszeit:   Samstag 9:00 bis 14:00

 

                     ganzjährig

 

 

 

Aufgaben:   Kistln herrichten

 

                   Bestellungen vorbereiten

 

                   Anfallende kleine Tätigkeiten in und um die Vorbereitungsräume

 

 

 

Bevorzugt Schüler/in und Studierende.

 

Bezahlung erfolgt laut KV Landwirtschaft.

 

Es gelten die österreichischen Arbeits- und Sozialversicherungsbestimmungen.

 


 

KW 39

Wir haben die Chance wiedermal auf einen schönen Herbst mit all den Veränderungen, die dazu gehören: Dem langsamen Verfärben der Blätter, wenn die Bäume, Sträucher Weinstöcke die gesammelten Nährstoffe den Blättern zum Einlagern in den Wurzeln entziehen. Wir können sie gar nicht zählen die unendlich vielen Gelb- und Rottöne, die uns die Natur zu dieser Jahreszeit präsentiert. Noch sind laue Abende möglich, als ob uns die Natur sagen möchte: „Ja Menschen, ihr dürft noch mit Freunden abends im Garten, auf der Terrasse sitzen und das Blinzeln der Sterne beobachten.“  Den Insekten und auch größeren Tieren zuschauen, wie sie sich tummeln eine Ritze einen größeren Stein zu finden, um ein sicheres Winterquartier zurechtzulegen. Nahrung suchen und um ihr Nest zusammentragen, um sicher durch den Winter zu kommen oder für das Frühjahr einlagern, damit sie gleich eine „Quelle“ nach ihrem Winterschlaf haben. Wir Menschen haben das nicht mehr nötig, der Handel sorgt dafür, dass wir ganzes Jahr mit allem, was wir uns erdenken können ganzjährig versorgt sind. Naja, alle möchte ich hier nicht über denselben Kamm scheren, viele kochen ein, machen Obst und Gemüse auf unterschiedlichste Weise  haltbar, damit sie in den kalten Wintermonaten auch noch das die Kraft der Sonne des vergangenen Sommers genießen können.

 

Auch bei mir wird es ruhiger, aber an Winterruhe oder gar – schlaf möchte ich nicht denken. Im Unterschied zu den „Palettenbauern“ bleibt bei mir vieles am Feld draußen, und wird erst geerntet, wann es benötigt wird oder kommt vor den ersten Minusgraden ins Lager. Das ist ein großes Unterscheidungsmerkmal zwischen einem Direktvermarkter und dem vorhin erwähnten Palettenbauern. Der Palettenbauer hat einen Vertrag mit einem Konzern oder ist Mitglied einer Vermarktungsgenossenschaft und beliefert ihn mit der vereinbarten Menge an vereinbarten Produkten zu einem hoffentlich vereinbarten Preis und das palettenweise mit LKW. Er räumt seine ganze Ernte, sein ganzes Feld oder Folientunnel auf einmal ab und muss sich dann um nichts mehr kümmern. Hat er bis Ende Oktober, Mitte November alles leergeerntet, kann er sich in Winterruhe begeben und warten bis er im Frühjahr seinen Folientunnel wieder und seine Felder bestücken kann. Ihm ist wichtig, dass er möglichst viel aus seinem Boden oder Bäumen holt, die Ware handelsüblich aussieht möglichst frei von Fehlern, Narben und Krankheiten. Dazu ist ihm selbstverständlich jedes Mittel recht – solange er sich an seinen Verträgen und Vereinbarungen hält. Wichtig ist, dass er zu Höchstmengen kommt. Bei Erdäpfeln bedeutet das 40 bis 45 Tonnen pro Hektar. Erreicht wird das durch Düngen, Bewässern und 10 bis 12 x Pflanzenschutz in der Vegetationszeit. Bei mir gibt es von derselben Sorte in durchschnittlichen Jahren zwischen 12 und 15 Tonnen am Hektar. Dafür entscheide aber ich über Einsatz wachstumsfördernder Mittel, Pflanzenschutz, Erntezeitpunkt und auch über den Preis. Da ich selbst einlagere, muss ich weitgehend auf wachstumsfördernde Mittel verzichten, weil mir sonst die Ware frühzeitig verfaulen und sich auch im Geschmack widerspiegeln würden.

 


"" Was kümmert´s die Eiche,

wenn sich ein Wildschwein an ihrem

Stamm kratzt?"


KW 38

Diese Woche findet nach langer, langer Zeit wieder der Jahreszeitenmarkt am Oberberg in Eisenstadt statt:

Mittwoch, 22.9. von 15.00 bis 19.00 Uhr

Hinkommen, schauen, schmökern, einkaufen und geniessen!


 

KW 37

Über den Hausaufgaben sitzen und draußen ist so schönes Wetter…

 

Der Sommer hält noch tagsüber an auch wenn es morgens sehr frisch ist. Das Problem das mich betrifft ist die Dürre. Es bedeutet, dass sämtliche Jungpflanzen, die noch kein besonderes Wurzelsystem ausgebildet haben, weiterhin gegossen werden müssen. Der große Vorteil von diesem (Spät-)sommer ist jedoch, dass die Paradeiser weiterreifen, die Paprikablüten sich noch entfalten und auch die Zucchinis und Gurken recht ordentlich wachsen können. Apropos Paradeiser: Ich werde am Markt öfters gefragt, warum bei mir die Paradeiser denn um soviel teurer sind als anderswo. Da gibt es eine ganz klare Antwort darauf: „Weil sie Freilandparadeiser sind und ich kalkulieren muss.“

 

Freiland bedeutet nämlich ein viel höheres Risiko, eine viel niedrige Ertragserwartung und ein unberechenbares Saisonende. Ich möchte kurz auf Ertrag und Saison eingehen. Im Gegensatz zum geschützten Anbau, das sind Folientunnel und Glashäuser kann man Fruchtgemüse im Freiland frühestens in der zweiten Maihälfte aussetzen. Paradeiser im Glashaus werden bereits nach den Weihnachtsfeiertagen im Jänner gepflanzt und bleiben bis Weihnachten im Ertrag. Das ist nur möglich, weil im Glashaus von der Temperatur- bis zur Nährstoffzufuhr alles automatisiert ist und die Pflanzen auch keinen natürlichen Boden sehen. Dabei können pro Pflanze leicht über 120 kg geerntet werden. Und ich bin schon mal froh, wenn ich an die 10 Kilo pro Saison herankomme. Eine ökonomischere Form mit weniger Risiko wäre natürlich ein Folientunnel. Ich hätte eine verlängerte Saison und höheren und über die Jahre hinweg einen stabileren Ertrag. Nur: Ich mag nicht unter Plastik produzieren.  

Das gleiche gilt selbstverständlich für andere Fruchtgemüsesorten wie Gurken, Zucchini, Paprika und Melanzani.

Solange meine Kunden die Preise akzeptieren und ich von meiner Arbeit leben kann, wird es so bleiben wie es ist…

 


 

"" Den Blick über das Gesamte zu bewahren,

das ist die Kunst.

Mir wurde viel in die Wiege gelegt,

dafür bin ich dankbar!"


KW 36

Nachdem diese Woche die meisten mit dem Schulbeginn beschäftigt sind, möchte ich nur einen guten und stressfreien Start in die neue Woche und den Eltern viel Geduld in den nächsten Tagen wünschen.

Den Erstklasslern „Alles Gute und Freude in ihrem neuen Lebensabschnitt!“


""Ich konzentriere mich auf das Wesentliche,

jeglicher Schnörksel ist

Ressourcenverschwendung!"


 KW 35

 

Weil sich manche wundern, warum der Nachbar andere Produkte in seinem Kistl hat, möchte ich kurz die Rotation bzw. Variationen erklären:

Grundbausteine des Kistls, die sich regelmäßig abwechseln sind - wie ja alle bereits mitbekommen haben- Erdäpfel und Zwiebel einerseits und das Wurzelgemüse andrerseits, dazu gibt es immer Salat und Obst, soweit vorhanden. Diese Variation bezeichne ich intern als Kistl1 bzw. Kistl2.

Zudem gesellen sich fünf Variationen mit saisonalem Gemüse. Fünf deshalb, weil ich auf einmal nicht so eine große Anzahl an einer Gemüsesorte zur Verfügung habe, wie ich für Kistl und Markt bräuchte und damit ich allen eine möglichst große Abwechslung bieten kann. So kann ich auch gewährleisten, dass manche nicht so beliebte Gemüsesorten maximal nur einmal im Monat vor eurer Tür stehen.

 

Wenn jemand Paradeiser oder Paprika zum Einkochen braucht, bitte einfach melden. Die Zeit ist jetzt günstig. Der Preis ist bei größeren Mengen selbstverständlich reduziert.

 

Am Betrieb sind die gröberen Arbeiten, was das Gemüse betrifft, erledigt, so auch die Hauptzwiebelernte. Sie liegen seit letzter Woche zum Trocknen am Dachboden, werden anschließend der Größe nach sortiert und für das Lagern in Kisten gepackt.

Wenn sich jemand wundert, warum noch kein Hokkaido- oder Butternusskürbis bei mir auf der Liste steht, in den Geschäften und Straßenrändern schon zum Verkauf angeboten wird, dem darf ich ein kleines Geheimnis verraten: Ich lasse sie reifen für besseren Geschmack und bessere Lagerfähigkeit und dann hab ich im nächsten Jahr immer noch welche, wenn andere sie schon längst vergessen haben.


KW 33

Einatmen – Durchatmen – Durchlüften!  Einfach herrlich so eine Abkühlung!

 


KW 32

Huihuihui, vergangene Woche sind wir ganz schön ins Schleudern gekommen. Einmal regnet es ordentlich zum falschen Zeitpunkt und schon ist die Planung komplett durcheinander. So wie diesen Donnerstagvormittag, wo wie eigentlich für den Markt und die Lieferungen für das gesamte Wochenende ernten und vorbereiten. Am Nachmittag erhalten ja die ersten bereits ihr Kistl. Und Verzögerungen aufzuholen ohne viel Puffer sind kaum möglich auch wenn 3 Paar Hände mehr mithelfen. Ich möchte mich da für die eine oder andere Unannehmlichkeit, die entstanden ist, entschuldigen, gleichzeitig aber nicht versprechen, dass mal so etwas nicht wieder vorkommt.

Doch jetzt zu dieser Woche: Der Wochenmarkt findet die nächsten Male unten bei der Rossschwemme statt. Mich findest du gegenüber dem Eingang zum Kulturzentrum, gleich in der Nähe vom Parkplatz Julius Raabstraße. Der Grund für die Verlegung sind die beginnenden Vorbereitungen zu den Genusstagen in der Fußgängerzone.

 


 

KW 31

Bisher habe ich mich stets bemüht gesellschaftspolitische Themen aus meinem Newsletter rauszuhalten. Dieses eine Mal muss ich leider eine Ausnahme machen und ich mach es sehr kurz:

 

Es geht um das Thema Coronaimpfung und die leidige Diskussion der Impflicht bzw. -verweigerung.

 

Weil ich die Impfung als richtig und wichtig erachte, schenke ich jedem geimpften Haushalt nach Vorweisen einer Impfbestätigung ein „Gesundes Kisterl“. Marktkunden erhalten einen 10-€-Gutschein. Ich glaube nicht, dass aufgrund meiner Aktion jemand sich zum Impfen überzeugen lässt, aber die es sind oder in Bälde werden, dürfen auch einmal belohnt werden.

 


KW 30

Nach einer turbulenten Woche sollten für mich wieder ruhigere überschaubarerer Zeiten kommen – ich hoffe es zumindest. Die Arbeit konzentriert sich mehr und mehr auf das Ernten. Angebaut und gesät wird jetzt gerade für den Herbst und Winter, hier möchten wir ja auch ausreichend Abwechslung haben.

 

Nach den zum Teil ergiebigen Regenfällen beginnt die Schwammerlsaison. Wie ich zu den Pilzen und Schwammerln komme und warum ich sie in Verkehr bringen darf? Ich darf gesetzlich Wildpilze verkaufen, wenn sie auf meinen oder meiner engsten Familienangehörigen Grundstücke wachsen. Und da habe ich ein besonderes Glück. Allein um meinen Betrieb kann ich in guten Schwammerljahren über 20 verschiedene essbare Sorten zählen. Die meisten davon natürlich in kleiner Anzahl und die sind natürlich für mich oder ich lasse sie stehen um sie vermehren zu lassen. Und meine andere Bezugsquelle ist mein Bruder, der am Wechsel auf knapp 800 Meter wohnt. Von ihm gibt es hauptsächlich Eierschwammerl. Bei Interesse bitte melden. Es kann natürlich sein, dass sie nicht sofort verfügbar sind.

 


KW 28

Die tennisballgroßen Hagelkörner von heute Vormittag hätte ich nicht unbedingt in meiner Sammlung gebraucht. Der ersten Durchsicht nach ist bis auf wenige Blätterschäden nichts zu merken. Offensichtlich ist genug Wasser mitgekommen, das die Wucht der Einschläge minimierte – nochmal Glück gehabt.                                                                                                       Ansonsten brauchen wir noch Wasser - viel Wasser. Schließlich möchte ich nach der Getreideernte mit den Pflanzungen für den Herbst und Winter beginnen, und Jungpflanzen müssen sich richtig gut einwurzeln um die Sonneneinstrahlung auszuhalten.

Und weil Melanzani neu auf meiner Liste sind, wieder mal eine kleine Pflanzenkunde:

Die Melanzani oder auch Eierfrucht ist eine subtropische Pflanze, das heißt sie liebt heißes Wetter, braucht natürlich immer wieder etwas Wasser um nicht auszutrocknen. Und damit das nicht zwischendurch passiert, hat sie einen perfekten Sonnenschutz, nämlich ihre dicken Blätter mit vielen Härchen drauf. Auch kann ihr Stiel außen richtig verholzen sodass eine feste Rinde entsteht. So kann die Pflanze die Verdunstung während des Nährstofftransports von den Wurzeln bis zu den Früchten klein halten.  Übrigens die Stacheln hat die Melanzani als Schutz vor hungrigen Tieren entwickelt. Bei mir im Freiland dauert es immer lange bis sie richtig viele Früchte tragen, zuerst ein zwei und dann reichlich, den Grund dafür hab ich ihr noch nicht entlocken können. Heuer habe ich das Glück gehabt, dass mein Jungpflanzengärtner, Versuchssamen bekommen hat um zu probieren, welche Sorten sich bei mir wohl fühlen. Ich bin schon selber gespannt: Da gibt es die uns bekannten schwarz – violetten, dann gibt es weiße, die aussehen wie Eier, deswegen auch der Name Eierfrucht. Jetzt hab ich schon gestreifte, die nennen sich Graffity. Gespannt bin ich auf die gelben, die kleinen nicht größer als Cocktailtomaten und die dünnen langen und die richtig kugelförmigen. Und sollten mir heuer wieder zu viele übrig bleiben, dann gibt es für den Winter Melanzanicreme oder getrocknete Stücke in Olivenöl im Glas. Ich lass mich überraschen.


"Das Fundament meines Betriebes sind Rückschläge, Lehrgeld und Entbehrungen

gepaart mit Geduld, Risikobereitschaft und Ausdauer."


KW 27

Wie ich manchen bereits erzählt habe, habe ich letzte Woche meine „Hochleistungsphase“ beendet. Es bleiben viele Erinnerungen und einiges konnte ich auch für die Zukunft mitnehmen.

 

Aufgrund der trockenen Witterung konnten wir leider nicht alle geplanten Arbeiten erledigen und wie es aussieht gehen wir ohne Niederschläge in die nächste Hitzewelle.

 

Wir bereiten uns zur Zeit auf die Getreideernte vor, damit es über das kommende Jahr ausreichend Futter und Stroh für meine „Mädls“ im Stall gibt.

 

Paprika, Melanzani und Paradeiser lassen noch etwas auf sich warten – der Wachstums- und Reifefortschritt lassen Gutes versprechen. Freu mich schon. Bitte bei den Fisolenbestellungen im eigenen Interesse die Farbe angeben.

 


KW 26

 

Für Marktbesucher:

Wir bieten am Wochenmarkt Zuckererbsenschoten an!

 


KW 25

 

Jetzt ist er da – mit voller Kraft, der Sommer!

Niemand, der vor einigen Wochen noch gejammert hat, es wäre zu kalt, soll sich jetzt beschweren.

Es tun sich gleich mal paar Fragen auf die ich vorgreifen möchte:

Frühkraut und Sommer? Bevor ich geteert und gefedert werde, zwei Rezepttipps mit dem genialen Frühkraut:

Paradeiserkraut: Alle die Paradeisersauce noch vom letzten Jahr über haben, erhalten jetzt die Chance, die Reste aufzubrauchen. Schmeckt übrigens in kaltem Zustand auch gut…

Frozen Kraut: Essigwasser mit Kümmel, Salz und etwas Zucker in einem Topf aufkochen. Währenddessen das Kraut klein schneiden, in eine Schüssel geben und reichlich einsalzen. Das Salz macht das Kraut weich und entzieht ihm das Wasser. Wenn das Essigwasser kocht einfach über das Kraut schütten und umrühren. Abkühlen lassen und rein mit der Schüssel in den Kühlschrank – fertig. Passt perfekt für die heißen Tage und ist auch über einige Tage haltbar. Kalt mit Olivenöl und/ oder Sojasauce servieren. Die Sojasauce macht ihn umami.

Eier und Sommer?

Grundsätzlich kein Problem, sonst wäre ja die Vogelwelt schon ausgestorben… Bei uns kommen die Eier vom warmen Stall in den kühlen Keller und werden nicht künstlich noch mehr oder schnell runtergekühlt. Somit befinden sie sich nie in einer echten Kühlkette. Das bedeutet zweierlei: Erstens muss nicht darauf geachtet werden, dass die Kühlkette eingehalten werden muss und zweitens altern sie viel langsamer. Wenn ich sie euch bringe oder sie vom Markt mitgenommen werden, ist es ratsam sie zu Hause zuerst auf Raumtemperatur abzukühlen und erst dann in den Kühlschrank zu stellen. Kommen sie gleich in den Kühlschrank, kondensieren sie innen, die Luftkammer wird schneller größer und somit das Ei schneller alt. Übrigens wurde diesbezüglich vor kurzem das Lebensmittelgesetz für Direktvermarkter auch wieder dahingehend rückgeändert.

 

Allen auch auf diesem Weg schönen Sommer!

 


 

"Ich kann das Wetter nicht beeinflussen, also nutze ich es.

Ich kann nicht gegen die Natur kämpfen, also arbeite ich mit ihr!"

 


 

KW 24

 

Hui! Damit hab ich nicht gerechnet, dass heuer die Urlaubssaison bereits Anfang Juni startet. Sei jedem gegönnt, der sich nicht nur nach Urlaub sehnt, sondern auch gleich loslegt. Wenn wir dabei sind: Sollte es jemanden bis nach Japan verschlagen, bitte mir eine Portion „Kombu getrocknet“ mitbringen.

 

Dieser Seetang soll ja richtig „umami“ sein, also die 5. Geschmackrichtung – nicht süß, nicht salzig, nicht sauer und auch nicht bitter  - also ein bisschen von jedem oder doch ganz anders? Da ich demnächst sicher nicht nach Japan komme,  um ihn zu probieren, dem Handelsweg nicht so ganz traue, weil ja doch alles irgendwie für den Handel behandelt wird und außerdem ich mich an die Muttermilch, die auch sehr umami sein soll, nicht mehr erinnere, bleibt mir nur die Fantasie, in der ich mir eben eine fünfte Geschmacksrichtung vorzustellen versuche.

 

Naja, so ganz schlimm ist es nicht. Schließlich gibt es einige heimische Nahrungsmittel die die Inhaltsstoffe, die umami ausmachen, nämlich Glutamin- und Asparaginsäure, die wiederum Bausteine vieler Proteine sind, beinhalten. Alles klar? Um umami zu erleben, müssen wir uns auf die Suche nach unverarbeiteten Lebensmittel machen, die Eiweiße pflanzlichen oder tiersichen Ursprungs enthalten, konkreter: Fleisch, Fisch, Milch, Gemüse und eben Algen. Und da gibt es eine ganz konkrete Liste wieviel Glutamin welches Produkt enthält. Hier ein kleiner Auszug:

 

  • Erdäpfel 0,18%
  • Tomaten 0,25%
  • Tomaten getrocknet: 0,6%
  • Brokkoli 0,12%
  • Erbsen 0,10 %
  • Walnuss 0,6%

Und in tierischen Proteinen :

 

  • Getrockneter Schinken: 0,3%
  • Sardinen: 0,28%
  • Parmesan: 1% - 2,7%
  • Gruyére: 1%
  • Camembert: 0,4%

Also, für alle daheim Gebliebenen: Auf zur „Umami- Schatzsuche“!

 


 

KW 23

Jetzt ist der Sommer endlich da!  Der Boden kann sich erwärmen und wir konnten letzte Woche die Kürbisse, Melanzani und Paradeiser setzen – Freude! Und die Paprikapflanzen dürfen diese Woche hinaus ins Freie – Freude! Auch eine Herde Junghendl hat ein neues zuhause bekommen – mittlerweilen fühlen sie sich sichtlich wohl – Freude. Und es reift am Feld und auf den Bäumen:

 

Diese Woche gibt es bereits Brokkoli, Snackgurkerl, violetten Kohlrabi, orangenen Karfiol und die ersten Kirschen beginnen sich auch zu färben – Freude, Freude!

 

Für die Fans von unserem Pusztasalat: Ab Donnerstag ist die neue Charge wieder im Verkauf, natürlich nur solange der Vorrat reicht!

 

Unser großes Olivenölfass in Celenza sul Trigno, in den Abruzzen ist leer. Die letzten Kanister Olivenöl sind diese Woche bei uns angekommen, aber keine Angst, es ist genügend vorhanden. Vielleicht reicht es sogar bis zur nächsten Ernte…

 

Und damit mach ich für heute auch Schluss, weil ihr könnt es ja erraten, draußen vor der Tür, da wartet  - nicht jemand, sondern die Arbeit

 

Alles Gute und viel Freude für diese Woche

 


"Ich brauche keine Besserwisser, Bremser und Zweifler um mich.

Ich möchte Optimisten, mit denen ich lachen kann"


KW 22

Ehrlich gesagt, mir gefällt der schwedische Sommer. In der Früh und am Abend könnte es aber schon ein bisschen wärmer sein, dann könnten wir die Paradeiser- und Kürbispflanzen am Feld aussetzen. Schließlich haben wir Anfang Juni und die Frühtemperaturen sind einstellig. Den Kürbissen und Gurken gefällt es auch nicht so wirklich bis auf die Snackgurken. Bei ihnen tummeln sich bereits die Bienen um den Nektar der Blüten aufzunehmen. Diese Fruchtgemüsesorten sind eben andere Temperaturen gewohnt und lassen uns auf ihre Früchte warten und uns unsere Geduld auf die Probe stellen. Dafür kommt anderes Gemüse nicht ins Schwitzen und entwickelt sich wunderschön: Brokkoli, Erdäpfel, Zwiebel, Fisolen, … Die heurigen Erbsen haben ja einige schon im Kisterl und am Markt kennengelernt. Auch der Knoblauch entwickelt sich prächtig, sodass wir diese Woche mit Knoblauch grün im Verkauf beginnen. Das ist jener, der bereits Zehen ausgebildet hat, der Stiel aber noch voll im Saft ist.

 

Und wie es mir geht? Ich bin seit einer Woche in einer Hochleistungsphase, schließlich ist jahreszeitgemäß viel zu tun und aufgrund des vielen Niederschlags hat sich auch einige Arbeit am Feld aufgestaut. Hochleistungsphase heißt intensive Arbeit, wenig Schlaf, Konzentration auf das Wesentliche, kein Hobby, kein Vergnügen, sondern Fokus auf die Arbeit am Feld und im Verkauf. Geplant habe ich, dass ich diese Phase bis um die sogenannten Siebenschläfertage durchziehe und so auch meine Grenzen kennenlerne. Keine Angst ich mache es mit einer professionellen Betreuung, um danach wieder entspannter durch das Leben zu gehen… Wenn jemand näheres dazu wissen möchte, einfach fragen.   

 


 

KW 21

 

„Kisterl ist da!“ Diese Worte kennt wohl jeder, der mir die Tür über die Gegensprechanlage aufmacht. Ich bin mir sicher, dass es auch von anderen Familienmitgliedern gerufen wird: von den Kindern, wenn sie die Haustür aufmachen, vom Partner, wenn er von er Arbeit nach Hause kommt. Oder es geht dir selber durch den Kopf, bevor du dich zum Kisterl niederbeugst. Aufheben, reintragen, auspacken, schauen vielleicht auch mal rätseln, sich über was Neues freuen oder „Schon wieder!“- denken und dann verstauen. Vielleicht zuerst mal in eine Ecke, weil es wichtigeres zu tun gibt, vergessen tut man das Kisterl ja nicht. Es bleibt im Blickfeld, weil es da ist. Weil es mittlerweile dazugehört.

 

Natürlich bedarf es anfangs einer Umstellung, eines Umdenkens, eines Umplanens. Man muss es nur zulassen, weil schlecht und böse ist es ja nicht – ich bring meinen Kunden ja doch nur Gutes, okay, manchmal ein bissi verspätet. Und nicht umsonst sag ich den neuen Kunden, probiert es mal, aber es braucht schon dreimal bis man, weiß ob es einem zusagt oder eben nicht. Und wenn es nicht passt, dann hat man es eben probiert und kann mitreden.

 

Also, auf zur neuen Lebensphilosophie: Vegan? – Bio? – Nein, Kisterl ist da!

 


""Reden wir nicht darüber -

Machen wir es!"


 

KW 20

 

Es ist endlich soweit. Die Gastronomie darf wieder öffnen. Wie sehr ich mich vor einigen Wochen noch darüber gefreut habe, endlich wieder auswärts essen gehen zu können und nicht immer das selber Gekochte zu essen. Jetzt aber wo der Tag X immer näherkommt, bekomme ich gemischte Gefühle. Ich habe mich an mein Essen gewöhnt und meine eigene Geschmacksrichtung kreiert. Bei jeder Zubereitung wusste ich, woher die Zutaten stammten, wie es vorher aussah, wie es roch, wie es sich anfühlte und was ich damit machte, damit es ein Essen wird.

 

Wird es mir im Lokal überhaupt noch schmecken? Ich zweifle nicht an der Kenntnis der Köche, sie werden ja ihr Handwerk in den vergangenen sechs Monaten nicht verlernt haben. Ich mute mir auch nicht zu, dass ich besser kochen würde, schließlich habe ich diesen Beruf ja auch nicht gelernt. Was mich aber mulmig stimmt, ist die Tatsache was da eigentlich auf den Teller kommt. Wenn der Gastronom an der falschen Seite jetzt auch noch den Sparstift ansetzt oder ansetzen muss. Convenience- Produkte, TK-Ware oder Billigstfleisch vom Gastro-Großhandel, Geschmacksverstärker…

 

Auf der anderen Seite sehe ich für viele die Chance für einen küchentechnischen Neubeginn. Sich neu auszulegen und neu zu orientieren.

 

Ich nehme mir jedenfalls vor darauf zu achten und auch zu schauen, wie das Angebot mit dem Preis vertretbar ist. Große Portion zu kleinem Preis kann es wohl nicht sein, wo doch alles im Moment sichtlich teurer wird. Und wo es mir nicht passt, gehe ich nicht mehr hin.

 

Wir dürfen gespannt sein…

 


KW 19

Eigentlich wollte ich diesmal über ein anderes Thema schreiben, doch sind einige Fragen aufgetaucht und es hat sich bei uns auch so manches getan, deshalb folgende Zeilen:

 

Das grüne Ungetüm, das sich in manchen Kisterln befunden und in andere diese bzw nächste Woche kommen wird, ist nichts Exotisches. Es ist schlicht ein frisch geernteter Chinakohl. Ich habe es heuer zum ersten Mal nach vier oder fünf Versuchen geschafft, ihn im Frühjahr fertig zu haben. Im Gemüsebau ist es scheinbar wichtig sich in Geduld und Ausdauer zu üben – vielleicht hatte ich heuer Glück oder ich hab die „Nuss“ geknackt – mal sehen.

Und nein, es ist nicht peinlich mal nachzufragen, was etwas ist, wenn man es nicht kennt. Selbst Fabio, der ja Koch ist, hat den frisch geernteten Chinakohl anfangs nicht erkannt und sich gewundert, dass er so aussieht.

Das andere lange für manche vielleicht nicht vertraute im Bund ist ein junger Knoblauch. Noch ist die Knolle ein einziger Kopf. Die Zehen, wie wir sie vom fertigen Knoblauch kennen, beginnen sich erst zu entwickeln. Wir belassen den jungen Knoblauch so als ganzen, weil nicht nur der weiße Teil verwendbar ist, sondern auch das gesamte grüne Blattwerk. Dieses kann als Würze roh oder mitgekocht, - gegart, -geschmorrt und -gegrillt werden. Nur ein bisschen aufpassen bei der Dosierung, es ist aromatisch.

Wir haben ab jetzt auch drei neue Produkte in Gläsern: Brokkolicreme, Balsamicozwiebel und Gemüsebrühe. Details dazu gibt es auf meiner Homepage, die sich auch mehr und mehr füllt.

Und zum Schluss eine Bitte noch:

Da ja das Verreisen zumindest in Österreich wieder erlaubt sein wird, werden sicherlich einige Kisterlkunden eine Zustellpause einlegen. Wenn es mal so weit ist, einfach nur das Datum der nächsten erwünschten Zustellung bekannt geben. Das ist für uns dann viel leichter und verständlicher in der Kommunikation.

Der kommende Donnerstag ist zwar ein Feiertag, wir werden jedoch in gewohnter Weise zustellen, schließlich müssen wir ja auch für den Markt am Freitag herrichten. Übrigens die einzigen drei Tage an denen nicht regulär zugestellt wird, sind der 1.Jänner, der 25. und 26. Dezember.


"Niemand behauptet, dass das was und wie ich es mache gesund ist,

aber solange es mir Spass macht und Freude bereitet, bekommt jeder seine Bestellung"


KW 18

Weil es so weit ist und bald soweit sein wird:

 

Spargeln und Erdbeeren habe ich nicht. Da brauchst du also nicht auf mich warten sonst ist die Saison auch noch vorbei. Dafür geht es in dieser Woche mit Kohlrabi und der Chioggia-Rübe los.

 

Kohlrabi oder Kohlrübe ist für jeden ein Begriff. Aber das zweite? Bevor sich jemand die Zunge bricht,

 

ganz einfach: Kiodscha-Rübe“. Benannt ist die Rübe nach der Ortschaft, in der sie gezüchtet wurde, nämlich in Chioggia direkt an der Bucht von Venedig gegenüber von Jesolo. Sie ist eine Kreuzung aus weißer und roter Rübe und so schaut sie auch aus, nämlich innen, wenn man sie aufschneidet rot-weiß-rot geringelt. Hätte man auch "Österreich-Rübe" nennen können.

 

Geschmacklich ist sie süßer und nicht so erdig wie der rote Vater, oder war die Mutter die rote Rübe? – Ich weiß es nicht. Vielleicht kann sich mal jemand im Italienurlaub schlau machen und mir Bescheid geben, damit ich wieder ruhig schlafen kann.

 

Achja, beinahe hätte ich es vergessen: Verwenden kannst du die Rübe roh als Salat oder Carpaccio, gebacken in der Gemüsepfanne oder auf der Pizza, gekocht als Suppe. Nur Achtung: Wenn du sie zu lange kochst, geht das Farbspiel verloren, wäre schade. Viel Spaß beim Probieren.

 


KW 17

Am Samstag, 1. Mai finden die Zustellungen in gewohnter Weise statt!

 

TK-st du noch, oder kisterlst du schon?

Nix für ungut, aber überleg mal: Die Küche in unseren Wohnräumen ist wohl von der Einrichtung als auch von den Geräten, das kostenintensivste, oder? Das heißt für mich, dass ich sehr wohl das gesamte ausnutzen möchte und nicht nur die Mikrowelle und das Backrohr. Die Küche ist ja nicht da Museum des Hauses. Und wenn mal was kaputt geht auch egal, schließlich heißt es ja: „Wo gehobelt wird, fallen Späne!“ Womit arbeitet es sich am besten und was möchte ich verarbeiten? Bingo –  frische Ware. Da weiß ich, was drin ist – ohne Geschmackverstärker und andere technische Hilfsmittel der Lebensmittelindustrie, die ich nicht mal auf Anhieb aussprechen kann. Und schmecken tut es ja obendrein auch besser. Ja ich weiß, und es fallen mir gleich einige ein, die kein Kraut und keinen Kohl mehr sehen möchten…

 

Übrigens: Die „Kisterlfamilie“ ist in den letzten Monaten und Wochen stark gewachsen, deshalb nochmals in aller Kürze:

 

-) Wenn niemand zuhause ist, Kisterl vor das Tor, die Tür stellen – wie vereinbart mit oder ohne Geld.

-) Leergut nehme ich nur meines mit (Kisterl und ev. Eierkartons) und auch bitte nur dann, wenn es sauber ist, schließlich interessiert niemanden dein Speiseplan der Vorwoche.

-) Bezahlung erfolgt entweder bar oder mittels Sammelrechnung am Ende des Monats. Bitte nicht eigenständig überweisen, sonst kommt ein Durcheinander zustande.

-) Ich stelle derzeit wieder alleine zu, sodass es bei den Lieferungen vor allem am Freitag später wird als in den Wintermonaten.

-) Wenn ich mal das Telefonat nicht annehme, nicht verzagen. Ich rufe am Abend zurück.

-) Mails und SMS beantworte ich nicht, wenn mir der Inhalt klar ist.

Aber was schreib ich soviel - ihr wißt ja eh schon alles...

 


"Das schönste an einem Montag Abend ist, wenn ich glaube es ist am nächsten Tag Mittwoch.

Da weiß ich, wir haben viel zustande gebracht!"


KW 16

Wildpilzfreunde aufgepasst: Die erste Pilze aus hiesigem Gelände sind da: Morcheln!

 

Wer Interesse hat bitte bis schnellstens melden. Bei der Zubereitung gilt es folgendes zu beachten:

 

In fließendem Wasser waschen, damit die gröbsten Unreinheiten mal rauskommen, anschliessend 5 bis 10 Minuten in 80 Grad warmem Wasser ziehen lassen und wieder mit kaltem Wasser durchspülen. Jetzt sind die feine Erde und die unbekömmlichen Inhaltsstoffe der Morchel verschwunden und die Delikatesse für die weitere Zubereitung fertig.

 


 

KW 15

 

Das Wintergemüse verabschiedet sich schön langsam und macht Platz am Feld, im Lager und auch im Kisterl für das Gemüse dazwischen, das das kühle Wetter noch mag aber doch sich über Wärme und Sonnenstrahlen erfreut.

 

Es ist ein für mich ein andächtiger Moment, wenn ich die letzten Kohlsprossen ernte, die letzten Kürbisse aus dem Lager nehme. Ein Moment zum innehalten, ein Moment der Rückschau: Wie ist es mir mit euch heuer ergangen, der Aufwand, beim Setzen und Eingießen, der Ärger mit den Krähen, die euch rausziehen wollten als ihr gerade mal aus der Erde kamt. Die Mühsal bei der Feldhygiene, damit das Unkraut nicht über eure Blätter wuchert, die sengende Mittagshitze im Hochsommer, die auch ihr aushalten musstet. Dann auch die Freude als sich die ersten Blüten zeigten, der Ansatz eurer Sprossen sich bildete. Die Ernte bei Wind und Regen, vielleicht schon kalt und eisig in den Fingern. Und dann war es schön, als sich das Lager füllte, geschützt und wohlig, im Wissen, dass ich euch da wieder holen werde und ihr auch anderen Freude bereiten werdet.

 

Momente für das ganze Jahr…

 


 

KW 14

 

Der Mehrheit Freud, der Minderheit Leid:

 

Friséesalat ist aus. Dafür gibt es bereits Lollo biondo und rosso und auch Eichblattsalat rot, weil nach der letzten Ernte die Wurzeln im Boden bleiben durften und die Pflanzen neu ausgetrieben haben. Eine Erkenntnis auf die ich vor einigen Jahren gestoßen bin. – Eigentlich sehr praktisch, danke Natur.

 

Kohlsprossen gehen auch in die letzten Tage, da hat ihnen das zwischenzeitliche Sommerwetter nicht gut getan. Aber keine Angst spätestens im November sind sie wieder in voller Frische da!

 

Und ich experimentiere mit etwas Neuem für das Glas: Diesmal soll nicht nur die Sonne eingefangen sein, sondern auch ein bisschen Winter: Brokkolicreme als Basis für eine gesunde Suppe oder als grüne Sauce für Nudelgerichte. Verfeinern und Speck zugeben kann jeder nach Belieben!

 

Bärlauch gibt es auch in Hülle und Fülle, sodass ich ihn gleich auf meine Produktliste gesetzt habe. Ehrlich gesagt, ich wusste bisher auch nicht so wirklich, dass er so etwas Feines ist.

 

 

 

HAMMER-Osterwein oder Oster-HAMMERwein

 

Die Kisterlkunden können das Wortspiel nehmen, wie sie wollen. Markus Hammer, ein ehemaliger Schulkollege hat mich gefragt, ob er denn nicht zu einem gegebenen Anlass mal seinen Wein als Geschenk dem Kisterl beifügen kann, da er aufgrund der Gastrolockdowns doch noch Mengen zur Verfügung hat. Gesagt, getan. Ich hoffe er hat gemundet. Und vielleicht findet sich jemand, der bei ihm noch die eine oder andere Flasche kauft.   www.hammerwein.at

 

 


 KW 13

 

Was auch immer eine Osterruhe ist  - wir werden es erfahren.                                                                                                  Jedenfalls:

Wir arbeiten weiter.

Wir stellen zu.

Wir sind da.

 

Laut Auskunft des Magistrates vom Freitag findet der Wochenmarkt wie gewohnt statt. Sollte es eine Änderung geben, werdet ihr es von mir erfahren.

Da es in den Vorwochen doch noch eher kühl als frühlinghaft war, hat der Bärlauch heuer etwas Verspätung. Diese Woche sollte es aber soweit sein. Ich biete ihn nur gegen Vorbestellung (mindestens einen Tag vorher) an, da wir ihn frisch am Leithaberg ernten.

Allen, mit denen ich nicht mehr zusammenkomme:

„Schöne und erholsame Osterfeiertage!“


" Wenn Kunden sich an unsere Regeln und Abmachungen halten,

sind wir sehr felxibel und erfüllen fast jeden Wunsch!"


 KW 12

Ein Danke von Fabio und mir für die vielen positiven und motivierenden Rückmeldungen in den letzten Tagen und Wochen über unsere Arbeit und Produkte. Ich hab leider nicht die Zeit allen einzeln zu antworten und zurückzuschreiben. Jedenfalls motivieren sie uns und zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Ostern steht vor der Tür:

Ich bitte alle, die mehr Eier benötigen als gewöhnlich, sich zu melden – mit der zusätzlichen Anzahl und dem Termin (diese oder nächste Woche) - einfach per Mail oder SMS. Einen Engpass wird es heuer wohl nicht geben -  die Stallbesetzung ist sichtlich sehr bemüht. Stammkunden gehen selbstverständlich vor.

Und dann noch eine kurze Gemüsefarblehre für alle, die selber Eierfärben und heuer vielleicht auf Industriefarben verzichten wollen. Schließlich sitzt ihr ja an der Quelle:                                                                            Mit folgenden Gemüsesorten erhält man entsprechende Farben:

 

Rote Rübe --> violett - rot

Rotkraut --> blau -  violett

Spinat --> grün

Karotten --> orange

Rote Zwiebel(schalen) -->rotbraun

Gelbe Zwiebelschalen --> braun gemustert

 

Einen alten Topf nehmen - keinen Edelstahl, weil ihr den nicht mehr sauber bekommt  – Gemüse reinschneiden (je kleiner die Stücke umso besser kommt die Farbe raus) und mit Wasser befüllen, bis das Gemüse bedeckt ist. Dann etwa eine Stunde kochen lassen. Je länger das Gemüse gekocht wird, umso intensiver wird die Farbe. Die Farbbrühe auskühlen lassen. Ist sie zu dunkel oder aber nicht intensiv genug ein bisschen Essig hinzufügen. In der Zwischenzeit die rohen Eier mit Essig bestreichen, damit die Schale die Farbe besser annimmt. Wenn die Farbensuppe abgekühlt ist, Eier hinein und ca. 10 Minuten kochen lassen. Auch hier gilt: Je länger die Eier in der Farbe liegen umso mehr Farbe nehmen sie an. Mit einem Schöpfer auf ein Geschirrtuch oder Küchenpapier heben und trocknen lassen. Sollen sie auch noch glänzen, dann einfach mit Speiseöl einreiben. Fertig!

 

So, eigentlich wollte ich die ganze Prozedur gar nicht schreiben, aber einzeln dann die Anfragen beantworten…


" Wenn der Wille da ist, bleibt nichts unmöglich!"


 KW 11

Es ist nun ein Jahr her, als es begann auch bei mir chaotisch zu werden. Anmeldungen fürs Kisterl häuften sich, individuelle Bestellungen folgten nacheinander. Und ich war teilweise überfordert. Die Zustellungen erfolgten zum Teil mit ein bis zwei Tagen Verspätung, mit der Konsequenz, dass aus dem Sonntagsmittagsessen ein Abendessen oder ein Montagsbrunch wurde.

 

Viele Aufs und Abs mit Bauchweh und Kopfschmerzen folgten in den darauffolgenden Wochen und Monaten. Ich musste mich einigen Herausforderungen stellen und nicht nur einmal über meinen Schatten springen. Und das war gut so:

 

Ich nahm mir Zeit, reflektierte, grübelte, trank das eine oder andere Bier – danke übrigens den edlen Spendern – und begann mutig zu strukturieren, organisieren und den Vertrieb umzustellen.

 

In der Produktion konnte ich gottseidank auch in neue Geräte investieren, sodass wir die erforderliche Menge ohne größere Schwierigkeiten ernten werden können, selbstverständlich bei zumindest gleicher Qualität.

 

Jetzt passen die Liefertermine wieder und ich gehe frohen Mutes und voller Tatenfreude in das neue Pflanzjahr.

 


KW 9

Auch wenn es manchen bereits zuviel ist, das nordische Wikingergemüse bleibt uns noch länger erhalten. Dennoch gibt es Lichtblicke: Jungzwiebel und Blattspinat sind bereits verfügbar, die Freilandradieschen sind in Bälde zu ernten. Also für Abwechslung bleibt gesorgt.

 

Nun zu ein bisschen Warenlehre. Bezüglich des Mangolds sind vor allem am Markt Fragen aufgetaucht.

 

Der Mangold gehört zu der Familie der Rüben und somit auch verwandt mit der Roten Rübe und der Stiel schmeckt eindeutig danach – erdig erfrischend. Obwohl seine Blätter aussehen wie Spinat vertragen sich die beiden nicht und wollen nicht einmal am Feld miteinander etwas zu tun haben.

 

Der lange manchmal auch färbige Stiel kann mitgekocht und gegessen werden. Dazu sollte man zuerst die Stiele zerkleinern und einige Minuten vor den Blättern in den Topf geben.

 

Der mehrblättrige grüne mit dem weißen dicken Stiel ist eine Wintersorte, die eben auch die kalten Temperaturen aushält. Manchmal sieht man auf den äußeren gelblich-braune Verbrennungsflecken, die durch Frost entstanden sind. Diese stärkeren Stiele können paniert und gebacken werden.

 

 

 

Übrigens hier noch ein Link einer deutschen Zeitung, die einen Artikel über einen Lehrenden in Schönbrunn über „Frosty-Snow-Food“ geschrieben hat:

 

https://www.tagesspiegel.de/wissen/fruehlingsgemuese-im-frost-mangold-mags-auch-bitterkalt/25306070.html

 


" Wenn ich mein Gemüse nicht wertschätze,

wie soll ich erwarten, dass es andere tun?

Mein Gemüse ist Goldes wert, wer damit ein Problem hat,

soll es anderswo probieren."


 

KW 8

Heute möchte ich mich mal einfach bedanken für die Disziplin, die sich in den letzten Wochen und Monaten bei euch und meinen Kunden, die nicht den Newsletter erhalten, entwickelt hat.

 

Die Disziplin beim rechtzeitigen Bestellen, beim Warten und Einkaufen am Markt, beim Rausstellen des Leergutes bei den Zustellungen, bei der Geduld mit mir, beim Warten auf neue Produkte (ja, es gibt ab dieser Woche die ersten Jungzwiebel aus dem Freiland) und natürlich auch beim Bezahlen.

 

 

 

Danke!

 

 

 

So macht mir die Arbeit echt Spaß und ich freue mich auf jeden neuen Tag.

 

 


" Kritik? - Lob ist Balsam für die Seele.

Berechtigt Negatives nehme ich an.

Sie macht mich innerlich größer und meinen Betrieb besser"


 

KW 7

 

 

Die Crux mit dem Frost. Wenn mal das Gemüse anfriert.

 

 

Meine Marktkunden kennen das und erleben es öfter. Die Salatblätter sind gefroren, der Karfiol ist glasig, an den Rüben, am Krautkopf und am Brokkolistiel  bilden sich dunkelgrüne kleine Kreise. Kann mal beim Gemüse im Kisterl auch passieren, wenn man nicht zuhause ist und das Gemüse einige Stunden im Frost steht.

 

 

Ich und mittlerweile auch erfahrene Kunden sagen: „Na und? Langsam im Vorraum, in der Garage auftauen lassen!“

 

Das Gemüse sieht aus wie gewöhnlich und ist danach genauso zur Weiterverarbeitung und zum Verzehr geeignet. Wenn der Frost zu lange oder zu intensiv war, merkt man es sofort: Rüben, Äpfel, Erdäpfel Karotten fühlen sich schwammig an und verhalten sich gummiartig. Dann war das Gemüse nicht nur angefroren sondern komplett durchgefroren.

 

 

Übrigens: Einige Gemüsesorten stehen nach wie vor draußen auf dem Feld – echte Burschen halt, dazu zählen unter anderem natürlich sortenbedingt: Kohl, Kohlsprossen, Porée, Endiviensalate, Pastinaken, Brokkoli, Mangold, Spinat, aber auch Karotten, Peterwurzen und Jungzwiebel. Karfiol, Kraut und Rüben brauchen eine Decke ab minus vier Grad Tagestemperatur. Wichtig ist, dass bevor ich sie ernte sie tagsüber einige Zeit im Plusbereich erleben, damit der Nährstoff- und Wasserkreislauf wieder in Schwung kommen. Dann kann ich wieder frische, schöne Ware anbieten und muss nicht aus dem Lager Altgeerntetes verkaufen.

 

 

Das Feld, die Erde ist der natürlichste und sicherste Lagerplatz. Aufpassen muss ich bloß wegen Rehe, Hasen und Mäuse, die auch gesund durch den Winter kommen wollen.